Schneeberg – eine bauende Gemeinde
Seit vielen Jahren schon wollen wir ein neues Gemeindehaus bauen. Das alte ist nicht sonderlich einladend, die Bausubstanz wird immer maroder und die Art und Aufteilung der Räume ist unbefriedigend. Ein großes Grundstück im Zentrum von Schneeberg (16 Tausend Einwohner) haben wir dafür sehr günstig erwerben können und einen interessanten Entwurf eines ansprechenden Gebäudes mit großer Mehrheit bejaht. Das war im Jahr 2003.
Aber Gott hat überraschend finanzielle Türen, die wir offen wähnten, einfach geschlossen. Ein neues Nachdenken hatte begonnen: Macht zuerst ein Gebäude unsere Gemeinde aus? Brauchen wir einfach nur etwas Neues, Schöneres damit wir uns wohlfühlen? Wozu sind wir als Gemeinde eigentlich da in unserer Stadt? Und welchen Stellenwert darf, sollte, muss ein Gebäude in unserem Gemeindeleben haben?
Seit dieser Zeit suchen wir vermehrt nach Ideen und Möglichkeiten, wie wir die Menschen in Schneeberg auf unsere Gemeinde und damit auf Jesus aufmerksam machen können. Dabei gehen wir gezielt an die Öffentlichkeit. Das zeigte Wirkung.
2006 haben wir zum 2. Mal den sogenannten Alpha-Kurs, einen Glaubenskurs für Menschen ohne christliche Vorkenntnisse angeboten. Allein aufgrund der Werbung in der lokalen Presse sind Menschen gekommen und haben am Ende des Kurses ihr Leben Jesus anvertraut. Nebst immer wieder angebotenen Jüngerschaftskursen haben wir als Anschlusskurs ´Leben mit Vision´ als wahres Geschenk für unser Gemeindewachstum erlebt. Es sind dabei neue Kleingruppen entstanden und größtenteils geblieben. Dieses Jahr machen wir die Fortsetzung: `Liebe in Aktion`.
Viele neue Gesichter sind in den letzten 3 Jahren in unsere Gemeinde gekommen. Einige sind schon Mitglieder geworden, etliche „schnuppern“ noch und andere tun sich schwerer damit, besonders solche, die den Hintergrund der Kindertaufe haben. Erfreulich ist, dass ein hoher Anteil der `Neuen` eine aktive Mitarbeit regelrecht sucht. Ohne sie wäre der missionarische Akzent so nicht umsetzbar. Manchem geht der Ansturm fast zu schnell und auch manche Veränderung im Gemeindeleben, bis hin zu `verjüngter`, zeitgemäßer Musik im Gottesdienst.
Zur Zeit suchen wir geeignetere Strukturen zur besseren Kooperation in Leitung und Mitarbeiterschaft. In unserem Gemeindeleben geht es zu wie auf einer Baustelle. Wir bauen, aber anders als ursprünglich gedacht. Und wenn dann das Gebäude zu klein wird – im Moment passen wir gerade noch rein –, dann wird unser Gott zu seiner Zeit die Türen auch dafür öffnen.
Albrecht Haas (Gemeindeleiter)