Aue-Lauter – eine Gemeinde verändert sich
Wie der Name schon verrät, sind wir eine Gemeinde, die an zwei Orten präsent ist. Die Orte Aue und Lauter liegen nicht einmal 5 km voneinander entfernt, aber an beiden Orten entstanden vor über 70 Jahren kleine Gemeinden. Die Elim-Bewegung gründete sowohl in Aue als auch in Lauter jeweils eine Gemeinde, außerdem entstand damals in Aue auch eine Baptistengemeinde. Unter dem Druck der politischen Verhältnisse - nicht ganz freiwillig also - schlossen sich die Gemeinden in den 30er Jahren zusammen. Besonders in Aue nahm die Zahl der Mitglieder im Laufe der Jahrzehnte aus verschiedenen Gründen sehr stark ab. Es gab schon Überlegungen, den Versammlungsraum in Aue aufzugeben (die 5 km nach Lauter sind ja keine Entfernung), als die Entwicklung der Gemeinde eine unerwartete Richtung nahm. Was alles passierte, lässt sich mit wenigen Worten nicht sagen und sprengt diesen Rahmen. Auf jeden Fall bekam die Gemeinde Kontakt zu Leuten mit Suchtproblemen. Und Gott machte auf unterschiedliche Weise deutlich, dass sich die Gemeinde um diese Menschen kümmern sollte. Es entstanden in Aue Wohngruppen für Suchtgefährdete. Eine Kleiderkammer und eine Möbelbörse wurden eröffnet. Diese Arbeit
wurde in der Öffentlichkeit sehr wohlwollend aufgenommen und machte die Gemeinde bekannt. So haben wir uns aus Aue nun nicht zurückgezogen. An beiden Orten wird weiterhin sonntags Gottesdienst gefeiert und wir laden zum Glauben an Gott ein. Sowohl in Lauter als auch in Aue freuen wir uns über viele Gäste und Freunde. Unvergleichlich größer ist natürlich unsere Freude, wenn Menschen zum Glauben finden. Wir werden immer wieder an die Geschichte vom verlorenen Sohn erinnert, wenn Menschen aus besonders hoffnungslosen Situationen zu Gott zurückfinden. Dass wir in den letzten 10 Jahren über 40 Menschen taufen durften, macht uns sehr dankbar.
Es ist ein besonders gnädiges Handeln Gottes, das wir hinter all dem sehen. Es lässt diese alte Gemeinde wieder wachsen, hat sie aber auch sehr verändert.
Christoph Döllefeld